Schützenverein Tellkameraden 1925 e.V. Weidhausen
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Die Geschichte unseres Vereins


Am 18. Juli im Jahre 1925 fanden sich 15 Freunde des Schießsports zusammen und gründeten den Verein Namens "Schützenbund Weidhausen". Die Gründungsversammlung fand im Gasthof "Zum Rittergut" statt. Folgende Männer hatten sich dazu eingefunden:

Emil Schellhorn, Robert Schmidt, Georg Ament, Ludwig Derks, Max Butz, Karl Bayer, Walter Renner, Johann Amon II, Edmund Schamberger
Karl Hofmann, Emil Freitag, Arthur Marr, Ewald Engel I, Erwin Stamm, Armin Müller


Am nächsten Tag wurde der Name "Schützenbund Weidhausen" widerrufen und der Verein erhielt den Namen "Schützenverein Tell Weidhausen". Die Gründungsmitglieder beabsichtigen im Einverständnis mit der Gastwirtin, Frau Helma Renner und Walter Renner, in deren Anwesen hinter dem Brauhaus den entsprechenden Schießstand zu errichten. Die Gastwirtin war gewillt, für den neu gegründeten Schützenverein den erforderlichen Schießstand auf eigene Kosten bauen zu lassen.

Die erste Vorstandschaft setzte sich aus folgenden Schützenbrüdern zusammen:

Karl Bayer, Schützenmeister und 1. Vorsitzender
Ewald Engel, Schriftführer und 2. Vorsitzender
Ludwig Derks, Kassier
Robert Schmidt, Johann Amon II und Walter Renner als Beisitzer

Alle nötigen Schritte wurden unternommen, um den Bau beschleunigt durchzuführen. In der Folgezeit wurde eine Jugendgruppe gegründet und der erste Schützenkönig ausgeschossen. Die Königswürde errang sich Karl Hofmann.

Durch die gute Kameradschaft konnte bereits im Jahre 1926 am 2. Mai der Schießstand eingeweiht und das erste Schützenfest abgehalten werden. Ab dem Jahre 1931 wurde das Hauptschießen am Pfingstfest abgehalten. Dieser Termin ist bis auf den heutigen Tag auch beibehalten worden.

Ein weiterer Markstein in der Geschichte unseres Vereins war der 2. März 1935. An diesem Tag wurde die Eingliederung des "Kameradschafts-Vereins 1887" in unseren Schützenverein beschlossen. Laut Versammlungsbeschluss wurde der Name auf "Schützenverein Tellkameraden" e. V. Weidhausen geändert. Diese Bezeichnung "Tellkameraden" besteht auch heute noch. Durch den Zusammenschluss der beiden Vereine erhöhte sich die Mitgliederzahl beträchtlich und zwar auf 61 Mitglieder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Da nach dem Krieg auf Grund einer Verordnung der Besatzungsmächte Schützenvereine nicht bestehen durften, ist es erst im Jahre 1952 gelungen, den
Schützenverein "Tellkameraden" wieder aufleben zu lassen.

Unsere Neugründung erfolgte am 12. Juli 1952 in der Gastwirtschaft Renner mit folgenden Kameraden an der Spitze:

Ernst Büchner, als 1. Vorsitzender
Georg Ament, als 2. Vorsitzender
Waldemar Engel, als Schriftführer
Robert Engel, als Kassier
Herold Götz, als Schießwart
Alfred Knauer und Karl Hofmann, als Rechnungsprüfer
Karl Hofmann, als Jugendgruppenleiter.

Es begann eine neue Epoche für unseren Verein. Neue Satzungen wurden ausgearbeitet. der damalige Jahresbeitrag wurde auf 3,- DM festgelegt. Als Eigentum konnte der Verein eine Zirkelmaschine, eine Schützenkette und eine Fahne bezeichnen. Es musste ein behelfsmäßiger Schießstand errichtet werden, da das massive Schützenhaus als Wohnung ausgebaut war und nicht zur Verfügung stand.

Unser Vereinswirt Walter Renner erklärte sich damals schon bereit, das Schießhaus nach einer evtl. Freigabe unserem Verein wieder zu überlassen. Dies gelang dann auch. Am 1.1.1953 konnten die "Tellkameraden" wieder in ihr geliebtes Schützenhaus einziehen.

Im nächsten Jahr 1954 beschloss man einen Jungschützenkönig auszuschießen. Als äußeres Zeichen seiner Würde sollte auch dieser eine Königskette erhalten, welche von unserem Schützenbruder Hugo Schulz gestiftet wurde.

Die Würde des ersten Jungschützenkönigs in der Geschichte des Vereins errang, unser bereits verstorbener,  Schützenbruder Dieter Hetz.

Durch die schießsportliche Breitenarbeit, verbunden mit echter Kameradschaft, ging es nun unserem 30-jährigen Jubiläum entgegen, welches Pfingsten 1955 gefeiert werden konnte.

Unser Ehrenschützenmeister Ewald Engel I wurde anlässlich dieses Jubiläums für seine Verdienste in der Vereinssache zum Ehrenoberschützenmeister ernannt.

1957 begaben sich die "Tell-Schützen" nach Großgarnstadt, um beim dortigen Schützenverein "Lützow" die Patenschaft zu übernehmen. Nach einem großen Festzug wurde die neue Fahne der "Lützow-Schützen" geweiht und bei einer Maß Bier die Tradition und der Schützengeist gepflegt.

Eine besondere Ehrung wurde unserem langjährigen Vorsitzenden Ernst Büchner an der Jahresschlussversammlung 1958 zuteil, denn er wurde auf Grund seiner verdienstvollen Tätigkeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Im Jahre 1960 übernahm der Schützenverein "Tellkameraden" 1925 e. V. Weidhausen die Patenschaft beim neu gegründeten Schützenverein Schmölz.

1962 erfolgte die Gründung einer Damenmannschaft. Die Ausbildung übernahm unser Ehrenvorsitzender Ernst Büchner, welcher durch unseren 2. Vorsitzenden und Jugendleiter Heinrich Pommer tatkräftig unterstützt wurde.

Vereinsgeschichte ab 1965

Am Sonntag, den 30. Mai 1965, wurde unser 40-jähriges Bestehen in Form eines festlichen Abends begangen. Unter den Gästen konnte der damalige
1. Vorsitzende Waldemar Engel zahlreiche Gründungsmitglieder, Ehrenmitglieder und Ehrengäste begrüßen.

Im Januar des Jahres 1968 wurden in einer Vorstandssitzung erste Überlegungen angestellt, wie künftig das Thema Schießstand und Festplatz behandelt werden sollte.
Der 1. Vorsitzende erhielt den klaren Auftrag in dieser Sache. Es wurde für die Zukunft geplant, und die Ergebnisse sollten bald feste Formen annehmen.

Im damaligen Schützenhaus hatte der Schwamm seinen Einzug gehalten. Eine Reparatur oder ein Umbau wäre nur eine Teillösung gewesen, denn der Schießstand war nicht wetterfest.

Hier wurden wohl die ersten Überlegungen für ein neues Schützenhaus angestellt.

In der Folgezeit wurden weitere Gespräche und Verhandlungen über Schützenhaus und Gelände durchgeführt.

Bereits am 28.3.1968 wurde eine außerordentliche Generalversammlung einberufen. Es wurde über den Ankauf eines Geländes diskutiert und dieser einstimmig beschlossen. Am 25.8.1968 wurde der Kaufvertrag über das Gelände mit der entsprechenden Urkunde vom Notar an den Schützenverein "Tellkameraden" übergeben. Damit wurde der erste Baustein für das Ziel "neues Schützenhaus" gesetzt.

Am Samstag, den 27.10.1968, sind 35 Tellschützen in Weidhausen gestartet, um in Fürth am Berg beim neu gegründeten Schützenverein die Patenschaft zu übernehmen. Der 1. Vorsitzende überreichte dem jungen Verein ein Patengeschenk: einen Pokal und ein mit einer Widmung versehenes Fahnenband.

Im Herbst 1970 wurde dann zu einer erweiterten Vorstandssitzung eingeladen. Die Tagesordnung lautete: Bau eines Schießhauses. Nach eingehender Prüfung des alten Schützenhauses wurde festgestellt, dass große finanzielle Mittel aufgewendet werden müssten, um das alte Haus zu renovieren. Trotz einer Renovierung würde es doch ein altes Haus mit erheblichen Mängeln für den Schießsport bleiben. Daher fiel die Entscheidung für einen Neubau.
Der anwesende Architekt Herold Knauer legte der Vorstandschaft zunächst einmal eine Bauskizze vor. Diese Skizze wurde eingehend erläutert und löste eine recht lebhafte Diskussion aus.

Es wurden ein Kostenvoranschlag und ein Finanzierungsplan aufgestellt. Durch Abstimmung wurde dann die Meinung der Vorstandschaft erforscht:
Bei 13 möglichen Stimmen fielen 11 für einen Neubau aus; 2 Kameraden enthielten sich der Stimme.

Am Donnerstag, den 26.11.1970, wurde im Vereinszimmer unseres bereits verstorbenen Mitgliedes Albert Grah die außerordentliche Generalversammlung durchgeführt.
Der 1. Vorsitzende gab nochmals den Grund der Einberufung bekannt: Bau eines neuen Schießhauses. Das Ergebnis der Vorbesprechung der Vorstandssitzung wurde der Versammlung vorgetragen. Nochmals wurden eingehend alle Punkte um das alte Schießhaus, die zur Planung für den Neubau geführt haben, besprochen und zur Diskussion gestellt. Der Kostenvoranschlag machten einigen Schützenbrüdern doch heftige Kopfschmerzen und es gab zunächst verschiedene Meinungen.

Sicherlich ist mancher darüber erschrocken gewesen, dass ein derartiges Bauprojekt in Angriff genommen werden sollte. Handelte es sich doch immerhin um eine größere Menge Geld, die der Verein dafür zur Verfügung haben müsste. Selbstverständlich sollte der Bau nur in Angriff genommen werden, wenn die Gesamtfinanzierung gesichert war. Schützenbruder Georg Ament apellierte an die Versammlung dem Vorhaben zuzustimmen und begründete dies mit dem starken Schüler- und Jungschützennachwuchs, über den der Verein verfügen kann.

Die Abstimmung sollte in geheimer Wahl durchgeführt werden. Es wurde ein Wahlausschuss aus dem damaligen Altbürgermeister Hilmar Knauer, Ehrenschützenmeister Ewald Engel und Schützenkönig Balduin Lindner gebildet. Das Wahlergebnis lautete:
Bei 38 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten für den Neubau 34, gegen den Neubau 2 Mitglieder. Stimmenthaltung gab es von 2 Mitgliedern.

Nach der Wahl musste der Bauausschuss gebildet werden. Es wurden einstimmig gewählt: Waldemar Engel, Hans Helbig, Herbert Ueberfeld, Reinhard Fuhrmann, Ulrich Knauer und Ludwig Kirchner. Der endgültige Finanzierungs- und Bauplan sollte bis Mitte Dezember ausgearbeitet werden. Die Unterlagen sollten an den Bayerischen Sportschützenbund geschickt werden, wo über einen Zuschuss entschieden wird.

Die Monatsversammlung am 3.2.1972 behandelte als besonderen Punkt das Thema Bauvorhaben. Es sollte um den 27. Mai begonnen werden. der Bau-Beitrag des einzelnen Schützenkameraden, ob aktiv oder passiv, sollte 40 Arbeitsstunden betragen, die auf zwei Jahre Bauzeit verteilt werden. Die Arbeitsstunde wurde in einem errechneten Geldbetrag festgelegt. Dieser Vorschlag wurde bei einer Stimmenthaltung von der Versammlung angenommen.

Am 27. Mai 1972 wurde der Neubau unseres Schützenhauses, wie im Protokoll vom 26.11.1970 beschlossen, begonnen. Zunächst wurden die Kellerräume und der so wichtige Kanalanschluss in Angriff genommen. Nach einigen Wochen waren bereits die Kelleräume sowie die Außenmauern erstellt.

Am 11.11.1972 war es dann soweit. Das Dach war aufgesetzt und es konnte Richtfest gefeiert werden. Die bunten Bänder des Richtbaumes wehten, als Zimmermeister Hugo Hummel den Richtspruch sprach. In seinen Worten ließ er die Hausherren, die Gemeindeverwaltung und die Nachbarn hochleben.

Im Namen der "Tellkameraden" nannte der 1. Vorsitzende Waldemar Engel, der hier wohl als eifriger Verfechter für den Neubau genannt werden darf, den Tag des Richtfestes als einen Tag der Freude für den Verein. Besondere Grußworte richtete der 1. Bürgermeister Rolf Fischer an die anwesenden Gäste und Mitglieder. Er lobte den Fleiß und Die Einsatzbereitschaft der Tellschützen, die ihrem Verein damit sehr viel Geld erspart haben.

Der Neubau wird in den kommenden Wochen und Monaten fortgeführt. Neben 14 Luftgewehrständen erhält das neue Tell-Schützenheim u. a. einen Trainingsraum für Jugend und Schüler und einen Aufenthaltsraum für Versammlungen.

Eine erfreuliche Mitteilung konnte der 1. Vorsitzende W. Engel am 20.9.1973 in der Monatsversammlung machen.
Der für den Neubau genehmigte Zuschuss ist in Bayreuth eingetroffen.

Am 20. Januar 1974 wurden die Tellschützen mit der Nachricht überrascht, dass ihr Ehrenoberschützenmeister und Schützenbruder der ersten Stunde Ewald Engel verstorben ist, der für seinen Ausspruch "es geht seinen Gang" bekannt war. Die Einweihung der neuen Schießanlage, worauf er sich so sehr freute, sollte er nicht mehr erleben. Doch hat er zum Gedenken einen Ehrenplatz im neuen Schützenhaus gefunden.

Nach vielen Wochen und Monaten harter, in der Freizeit geleisteter Arbeit, geht der Schützenhausbau seiner Vollendung entgegen. Am 11.2.1974 fanden sich zahlreiche Tellschützen in der neuen Schießsportanlage ein. Nun konnte man über 14 vollautomatische Luftgewehrstände verfügen, die man in großartiger Eigenleistung erstellt hatte. Der 1. Vorsitzende Waldemar Engel gab den ersten Schuss in der neuen Schießsportanlage ab. Damit erfolgte eine "inoffizielle Einweihung". Die offizielle Einweihung der gesamten Schießsportanlage sollte eine Woche vor dem Hauptschießen stattfinden.

Ein Jahr bevor der Schützenverein "Tellkameraden" seinen 50. Geburtstag begehen kann, am 25. Mai 1974, wurde nach der Bauzeit von nicht ganz zwei Jahren die neue Schießsportanlage offiziell eingeweiht. Die Anlage wurde nach den modernsten Gesichtspunkten des Schießsports gebaut. In seiner Rede richtete der 1. Vorsitzende Waldemar Engel herzliche Grußworte an die große Festgemeinde. Er gab einen Streifzug durch die lebendige Geschichte des Vereins. Dann übergab Architekt Herold Knauer den Schlüssel für das neue Schützenhaus und die Besichtigung erfolgte.

Kernstück des Erdgeschosses ist neben der Schießanlage der große Wirtschaftsraum, hier können rund 100 Gäste ihre Füße unter den Tisch setzen. Für die Bewirtschaftung sorgt der Verein.

Nach der Besichtigung wurde für die Ehrengäste ein Festessen bei unserem Mitglied Werner Grah gegeben. Der Festkommers fand am Abend im Saal der Gastwirtschaft Bauer statt.
Aufstellung der freiwilligen Arbeitsleistungen am Bau des Schützenhauses

1972 = 2.520 Arbeitsstunden
1973 = 1.374 Arbeitsstunden
1974 = 1.988 Arbeitsstunden
        = 5.882 Arbeitsstunden insgesamt

Diese Leistung entspricht ca. 70.584.00 DM Kapital. Am Bau beteiligten sich 77 Mitglieder. Der Stundendurchschnitt betrug 76,83 Stunden je Mitglied. Die Gesamtbauzeit belief sich auf 24 Monate. Die freiwilligen Geld und Sachspenden sind im "goldenen Buch" der "Tellkameraden" eingetragen worden. Auch nach der Einweihung des Schützenhauses gingen Spenden beim Verein ein.

Pfingsten 1975: Unser Schützenverein "Tellkameraden" Weidhausen wird 50 Jahre alt. Dieses Ereignis wurde mit einen großen Fest gefeiert. Am Pfingst-Montag proklamierte der 1. Schützenmeister Detlef Schümann im vollbesetzten Zelt den Schützenkönig 1975. Den besten Tiefschuss in der Schützenklasse
erzielte Manfred Schreck. Jungschützenkönig 1975 wurde Jürgen Heisig.

In den Jahren 1974/75 und 1975/76 stieg die 1. Mannschaft zweimal hintereinander auf und schoss nun in der Bezirksklasse. Zu diesen Erfolgen trugen die Schützen Balduin Lindner, Ernst Fischer, Wolfgang Knauer II, und Balduin Schellhorn bei.

Am 19.5.1977 wurde die erste Himmelfahrtswanderung durchgeführt. Eine Tradition die bis heute Bestand hat.

1977 wurde der Übungsraum im Keller ausgebaut und der Festplatz geteert. Hierbei beteiligten sich die Fa. Treubel sowie die Fa. Püls-Bräu finanziell nicht unerheblich an den Kosten.

Am 2.6.1978 fand die Tagung des bayerischen Schützenmeisteramtes in den Räumen unseres Schützenhauses statt. Im gleichen Jahr errang unser bereits verstorbener Schützenbruder Thomas Schubert als Erster den Wanderpokal der Rundenwettkämpfe.

Im Jahre 1979 wurde die Damenabteilung unter der Leitung von Herwig Engel weitergeführt. Ziel war es, die Damen des Vereins mehr für das Schießen zu begeistern und sie aktiv am Wettkampfgeschehen teilnehmen zu lassen. 

Im März 1980 wurde Thomas Kirchner Gaujungschützenkönig. Am 18. April 1980 wurde erstmals der Preiskopf am Gründonnerstag im Schützenhaus veranstaltet.
Ein Termin der bis heute seinen festen Platz im Veranstaltungskalender des Vereins hat und sich großer Beliebtheit erfreut.

Im November des Jahres 1981 wurde erstmals das bis heute immer noch beliebte ER und SIE Schießen durchgeführt.

Um den Anforderungen eines immer größer werdenden Schützenfestes gerecht zu werden, mussten 1982 die Toilettenanlagen erweitert werden.

Im März 1983 wurde unsere 1. Mannschaft mit den Schützen Ernst Fischer, Balduin Schellhorn, Frank Ueberfeld und Thomas Schubert mit 1480 Ringen Gaumeister.
Im gleichen Jahr wurden unsere 4 Schützen in der Bezirksliga ungeschlagen Gruppensieger.

Pfingsten 1985 feierte unser Verein sein 60-jähriges Jubiläum im kleinen Rahmen. Unsere neue Fahne wurde unter Übernahme der Patenschaft durch die
SSG 1888 Weidhausen am Pfingst-Sonntag in der Kirche Weidhausen geweiht.

Im gleichen Jahr errang die bereits verstorbene Bärbel Pavel mit einem 15,8 Teiler die Würde der Bezirksschützenkönigin.

Der 5. Januar 1986 war ein denkwürdiger Tag für unseren Schützenverein: Der Kassier teilte an der Jahreshauptversammlung mit, das der Verein nach dem Schützenhausneubau (Gesamtkosten i.H.v. 235.000.00 DM) wieder schuldenfrei ist.

Am 14. März stieg die erste Mannschaft (wie schon immer mit unseren eigenen Schützen Frank Ueberfeld, Ernst Fischer, Lothar und Thomas Schubert) nach
10 Jahren von der Bezirksklasse in die Bezirksoberliga auf. 

1990 war für unsere Jugendabteilung das bisher wohl erfolgreichste Jahr. So wurden neben den Titeln des Gaujungschützenkönigs durch Uwe Kessel und dem Bezirksjungschützenkönigin durch Simone Hetz noch alle vier weiblichen Gaumeistertitel in den Luftgewehrdisziplinen errungen.

Unsere 2. Mannschaft stieg im gleichen Jahr mit 20:0 Punkten mit den Schützen Balduin Lindner, Peter Mergner, Thomas Kretz, Andre` Birnstiel und Klaus Jacob in die Gauklasse auf.

Am 18.1.1991 starb unser Gründungsmitglied und Gauehrenschütze Georg Ament.

Am 11. Februar 1991 fand unser Fasching erstmals (nach vielen schönen Jahren im Saal der Gastwirtschaft Bauer) mit großem Erfolg im Vereinsheim statt. Bei dieser Gelegenheit wurde die neue Fassbier-Zapfanlage in Betrieb genommen.

Am Schützenfest 1991 gestaltete unser Vereinsmitglied und Schausteller Waldemar Treubel zum 25sten mal unseren Festplatz mit seinem großen Vergnügungspark. Als kleines Dankeschön überreichte der 1. Vorsitzende zusammen mit dem Vergnügungsausschuss einen Präsentkorb und ein
kleines Erinnerungsgeschenk.

Die Zusammenarbeit mit der Schaustellerfamilie Treubel und der nachfolgenden Generation Pakull hält bis zum heutigen Tage zu unserer vollsten Zufriedenheit an.

Am 5. April 1992 erhielt unser Schützenbruder Waldemar Engel auf der Bezirksversammlung in Bayreuth das Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes
3. Stufe.

Am 29. Mai 1992 feierten wir im Wirtschaftsraum des Schützenhauses unseren 40sten Jahrestag der Widergründung. Dabei wurde ein Jubiläumskönig herausgeschossen. Teilnahmeberechtigt waren die Schützenkönige und Jungschützenkönige der letzten 40 Jahre. Als Sieger ging Heiko Knauer hervor. Ebenfalls im Rahmen dieser Veranstaltung wurden Wolfgang Knauer, Gustav Panzer und Hans Helbig für ihre 30-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft mit dem großen Gemeindeehrenkrug ausgezeichnet.

Ebenfalls im Jahre 1992 schaffte unsere dritte Mannschaft den Sprung in die B-Klasse.

Bei den Rundenwettkämpfen 1993/94 schaffte unsere Damenmannschaft mit den Schützinnen Meike Stephan, Katja Knauer und Claudia Carl den Aufstieg
in die Bezirksklasse.

Anlässlich der Jahresschlussversammlung 1993 am 5.1.1994 wurden erste Überlegungen "zur Umgestaltung des Daches, zur Neugestaltung der Schießhalle und zur Schaffung eines Sitzungszimmers, in dem immer ein PC bereitsteht" angesellt.

Mit der Installierung der neuen Weizenbier-Zapfanlage 1993 war der Grundstein für weitere alljährliche Vereinsveranstaltungen gelegt, dem Weißbierfest.

In der Vorstandssitzung am 31.10.1994 wurde beschlossen, an der Mitgliederversammlung im November 1994 den Entwurf des Bauplanes zur Beratung vorzulegen.
Der Beschluss für den Erweiterungsbau fiel einstimmig! Ein Bauausschuss wurde gebildet, der sich aus der eigenen Vorstandschaft zusammensetzte.

Am 7.7.1995 wurde mit dem Rohbau begonnen. Bereits am 21.10. konnte Richtfest gefeiert werden.

Anlässlich der Gauversammlung 1996 wurde unser Ehrenvorsitzender Waldemar Engel zum Gauehrenschützen ernannt und der 1. Schützenmeister Detlef Schümann  erhielt die goldene Ehrennadel des DSB.

Als Krönung der Gaumeisterschaften 1996, bei der wir 3 erste, 7 zweite und 3 dritte Plätze erreichen konnten, errang Frank Ueberfeld den Titel des Gauschützenkönigs. Der zweite Gauritter kam mit unseren Schützenbruder Klaus Jacob ebenfalls aus den Reihen der "Tellkameraden". Diesen Erfolg rundete unser Jungschütze Bastian Zech mit dem Titel eines Gaujugendritters ab.

Für seine 30-jährige Tätigkeit als 1. Schützenmeister wurde Detlef Schümann am Königsessen 1996 mit dem großen Gemeindekrug ausgezeichnet, von den "Tellkameraden" erhielt er als Anerkennung ein Wappenschild.

Der Erweiterungsbau des Schützenhauses wurde im Jahre 1996 vollendet. Am 14. November bestand unsere neue Schießhalle anlässlich eines Rundenwettkampfes ihre erste Bewährungsprobe. Durch den unermüdlichen Einsatz unserer Vereinsmitglieder (über 2.500 Arbeitsstunden) wurden ein großes Sitzungszimmer, eine Schießhalle, die nunmehr auch als Festhalle genutzt werden kann, eine größere Schießleitung und erweiterte Kellerräume geschaffen. Der Kostenrahmen von 180.00,00 DM wurde nicht überschritten. Gleichzeitig wurde eine neue Lüftungsanlage im gesamten Schützenhaus installiert. Für diese Maßnahme wurden weitere 25.000,00 DM ausgegeben. Trotz der hohen Kosten waren wir in der Lage, die Finanzierung der Baumaßnahme aus eigener Kraft zu tragen.

An der Jahresschlussversammlung 1997 übergab der 1. Schützenmeister Detlef Schümann nach 30 Jahren sein Amt an Frank Ueberfeld, er arbeitet aber weiterhin als
3. Schützenmeister in der Vorstandschaft mit.

Die offizielle Feier zur Einweihung unserer Schießhalle erfolgte im Jahre 1997 mit dem Ausschießen einer extra angefertigten Holzscheibe, die in unserem Vereinsheim zu bewundern ist. Den besten Treffer erzielte unser erster Schützenmeister Frank Ueberfeld.

Bei den Gaumeisterschaften 1998 wurde Maik Stark 1.Ritter auf der Gaukönigsscheibe.

Der 1. Vorsitzende Manfred Stark wurde anlässlich der Gauversammlung 1998 mit der Goldenen Ehrennadel des DSB ausgezeichnet.

Am 30.8.1999 verstarb unser letztes Mitglied aus dem Gründungsjahr Rudolf Knauer im Alter von 98 Jahren. Unser 75-jähriges Jubiläum sollte er leider nicht
mehr miterleben.